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Erfahrungen aus der täglichen Beratung

Ein Betrieb im Münsterland sprach mich an wegen der in letzter Zeit zurückgehenden Schlachtleistungen seiner Mastschweine. Als Sauenhalter im geschlossenen System war er an hervorragende Mastergebnisse gewöhnt. Über Jahre stabile Ergebnisse mit sehr guter Futterverwertung und Fleischanteilen, niedrige Verluste und gute Zunahmen sorgten für eine wirtschaftliche Schweinehaltung.

Aber nun gab es Probleme! Die Fleischanteile gingen zurück, und der Auszahlungspreis stellte auch nicht mehr zufrieden. 

Vor Ort - Futterberatung beim Sauenhalter

Als wir in der ersten Problemanalyse die Futtermischung und die Futtermengen der Sensoranlage kontrollierten, gab es unter anderem den folgenden Ansatzpunkt: 

Bei einem Wechsel des Ergänzungsfutters wurde die gesamte Ration auf CCM umgestellt, so dass nun fast 70% der Frischration aus CCM bestand. Die fehlenden Aminosäuren konnten durch andere Bestandteile des Futters nicht ausgeglichen werden. Weiterhin wurde nur eine Universalmischung gefüttert, welche dann auch nur ein Lysin zu Energieverhältnis von 0,74:1 aufwies. Die Tiere nahmen in der Mast zum Ende hin 150% der Sollration von 38 MJ ME auf, so dass ab etwa 75 Kg der Mastschweine über 55 MJ ME gefüttert wurde!

So etwas hält natürlich kein Schwein aus! Achten Sie bei einem Futterwechsel immer darauf das Ihr Futterberater das in Ihrem Betrieb vorhandene Futtersystem genau kennt, um seine Berechnungen auf Ihre Gegebenheiten abzustimmen!

Solch einseitige Futterzusammensetzungen machen häufig Probleme. Auch werden in den letzten Monaten Futterkomponenten eingesetzt, die bislang in der Schweinefütterung unbekannt waren. Ebenso unbekannt sind aber auch deren Wirkungen auf Futteraufnahme, Futterverwertung und Schlachtkörperqualität.

Holen Sie sich auf jeden Fall noch weitere Meinungen zu Ihren Rationen wenn Sie nicht sicher sind wie Sie zu bewerten sind.
 

JSR-Futterberatung